Great Barrier Reef 2015

gbrvorbTauchsafari Cairns
Bei „Pro Dive“, sehr empfehlenswert, haben wir eine 3-tägige Tauchsafari ins Great Barrier Reef gebucht. Es werden 11 Tauchgänge mit kompletter Ausrüstung, Vollpension und max. 32 Taucher angeboten. Sämtliche Tauchgänge werden unbegleitet gemacht. Am ausführlichem Breaving muss vor jedem Tauchgang teilgenommen werden, sonst darf man nicht ins Wasser. Die Tauchplätze werden immer mit Koordinaten angegeben. Hier ist es sehr von Vorteil, wenn man den Kompass lesen und interpretieren kann, sonst findet man das Boot nicht mehr und strandet irgendwo im Blauen nichts.

Nicht zu unrecht wurde das Great Barrier Reef in die UNESCO aufgenommen. Die Korallen und Farben Vielfalt welche einem Unterwasser begegnet ist gewaltig und überwältigend. Eine unzählige Vielfalt von farbigen Fischen glotzen einem neugierig in die Maske. Wer hier aber auf Grossfische spekuliert, hat jedenfalls schon verloren. Das Grösste was es zu sehen gibt ist der Weissspitz Riff Hai. Aber nicht immer ist es die Grösse die Zählt. Viele Arten von kleineren Meeresbewohner wie z. B. Nacktschnecken leben im Great Barrier Reef. Die Tauchtiefe variiert je nach Riff zwischen 6 und 23 Meter. Weiter unten befinden sich leider nur noch die Überreste der verstorbenen Korallen und man taucht in ein trostloses Grau/Blau ein.

MS Yongala
Die MS Yongala kam 1911 in einen Zyklon und sank ca. 30 Km vor der Küste von Alva. Erst 1958 wurde sie wieder entdeckt und für Taucher und viele Fische zum Paradies. Seit über 100 Jahren ruht sie auf 30 Meter im Sand. Wo damals 122 Passagiere den Tod fanden, entwickelte sich in den Jahrzehnten eine richtige florierende Fischstadt. Hier wimmelt es von Meeresleben. Fische von klein bis gross, Korallen in allen Formen und Farben, Moränen, Seeschlangen und Schildkröten alle haben hier ihr zuhause gefunden. Für uns Taucher sind dies zwei schöne Tauchgänge, zwar darf man nicht ins innere, aber auch ausserhalb gibt es genug zu bestaunen. Durch die teilweise starke Strömung können hier auch Grossfische wie Haie oder Rochen gesichtet werden. Für alle Taucher welche nach Alva kommen, gleich beim Ortseingang befindet sich der idyllische Caravan Park. Die Tauchbasis ist ca. 800 Meter entfernt.

Artifical Reef
• Erster Tauchgang, Porteur
• Zweiter Tauchgang, Porteur – Round Tank – Plane 2 (Brenda) – Plane 3 (KingAir) – Light Ship 1
Morgens um 9 Uhr tuckert uns Dave mit seinem Boot aus dem Hafen von Bundaberg ins offene Meer. Die Fahrt über dem ruhigen Ozean dauert ca 45 Minuten. Jetzt sind wir da, am Artifical Reef. Hier liegen Flugzeuge, Schiffe und Tanks zur Freude der Taucher bereit. Alles wurde zwischen 1996 und 2000 auf den sandigen Boden versenkt und bietet nicht nur Tauchern ein Erlebnis sondern auch vielen Fischarten ein Zuhause. Zuerst tauchen wir an der Porteur. Das Schiffwrack liegt bei etwa 25 Metern auf Grund und kann von aussen, aber auch von innen erkundet werden. Rein und raus, rauf und runter überalle Korallen, Fischschwärme und sogar noch 2 Wobegong Haie (gemeiner Teppichhai) schlafen im Wrack. Wow, was für ein Tauchgang, auch wenn die Sicht nur bei etwa 8 Metern lag. Schnell eine Stunde Oberflächenpause machen, sich miteinander unterhalten um zu erfahren was die Anderen gesehen haben, und wir nicht.

Schon geht’s zum zweiten Tauchgang. Wieder runter zur Porteur aber diesmal tauchen wir ein paar Flossenschläge weiter zu grossen runden Tanks. Auch hier wieder, überall wohnen grosse und kleine Fische. Nach weitere Flossschläge sehen wir schon die Brenda. Ein Flugzeug! Hat wohl den Flughafen vor lauter Wasser nicht gefunden. Durch den Rumpf, unter den Flügeln durch und schon geht’s zum KingAir. Dies ist ebenfalls ein Flugzeug, ist aber als es versenkt wurde in zwei Teile gebrochen (Made in Taiwan). Kaum sind wir im Flieger, schon saust uns ein Adlerrochen am Cockpitfenster vorbei. Mit dem letzten Bar Luft erkunden wir schliesslich noch das Light Ship1. Ein kleiner Frachter der diesen Tauchgang würdig abrundet. Dies waren wirklich zwei super schöne und vor allem abenteuerreiche Tauchgänge. Am Artifical Reef gibt’s noch viel mehr zu betauchen. Also wer mal was Abenteuerlust beim Tauchen haben möchte, hier am Artifical Reef wird’s geboten.

HMAS Brisbane
Bei Scubaworld in Mooloolaba buchen wir 2 Tauchgänge für die Hmas Brisbane. Das ausgemusterte Kriegsschiff wurde am 19. Oktober 2005 vor der Küste Mooloolaba auf 26 Meter versenkt. Seither dient sie als Taucherparadies und Wohnhaus für viele Meeresbewohner.  Vom Hafen aus fahren wir mit dem Speedboot 10 Minuten aufs Meer hinaus. Schon sind wir da. An der Führungsleine runter und schon stehen wir auf dem Bugdeck vor der erhaltenen Kanone. Durch die Luke ins Innere und schon befinden wir uns im Gängelabyrinth des alten Schiffs. Durch die Schotts, durch Luken runter und siehe da, der noch voll eingerichtete Maschinenraum. Schwärme von Fische kreisen um die zwei alten Motoren. Weiter geht’s nach oben und durch die Mannschaftsküche wieder ins Freie. Entlang der Reling befinden wir uns schnell bei den Toiletten am Heck des Schiffes. Am grossen Schornstein vorbei und schon geht’s die Führungsleine wieder hoch zum Boot.

Schnell die Oberflächenpause abwarten und schon wieder runter zur Brisbane. Diesmal tauchen wir durch die Mannschaftsräume und den Kontrollraum. Weiter durch die Imaginäre Brücke, diese wurde abgebaut und steht seither in einem Museum in Brisbane. Noch schnell die Heckkanone und den Helikopterlandeplatz besichtigen und schon müssen wir wieder zurück. Die Luft ging uns langsam aus… Wir durften zwei unvergessliche Tauchgänge am Kriegsschiff machen. So sind mir die Kriegsmaschinen am liebsten. Durch die leichte Strömung und den guten Korallenbewuchs leben hier Schwärme von Fische, vor allem im Inneren. Dadurch, dass die Hmas Brisbane auf 26 Meter liegt und die Aufbauten sowie der Schornstein bis fast auf 5 Meter unter die Wasseroberfläche ragen, ist dieser Tauchplatz auch für nicht so geübte Taucher ein tolles Erlebnis.


Curdin

Ich bin der Textautor von Train Divers

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